Nach einem unschönen Vorgeplänkel mit den deutschen Zollbehörden ( Paket dort abholen, zu Beamten-Öffnungszeiten, dort Paket vor Ort öffnen ) hielt ich das Spiel dann dank Ela eines Abends in meinen Händen. Ich flog schnell über das Regelwerk, welches meines Erachtens das Schlechteste Regelwerk ist, das ich seit Jahren gesehen habe, aber das Spiel hat es in sich.
Einen Abend später wagten wir uns dann zu dritt an das Spiel heran, zwei Erwachsene und ein Kind. Trotz des einfachen Spielsystems mussten wir immer wieder auf das Regelwerk zugreifen, was sich dann auch noch bei der nächsten Session am Wochenende wiederholte. Wir hatten bei dieser Session Zuwachs bekommen und waren zu viert. Das Spiel hatte immer noch nicht an Faszination verloren und auch der Neueinsteiger war davon sehr begeistert.
Mage Master bietet das, was ich mir in jungen Jahren immer gewünscht hatte: ein Rollenspiel das auf einem abwechslungsreichen Spielbrett gespielt werden kann, ohne sich wochenlang durch Regelwerke lesen zu müssen. Die Spielmaterialen sind 1A, und es macht einfach Spass einen Abend lang in die Rolle eines Zauberers zu schlüpfen um dann gegen seine Konkurenten, ihres Zeichens auch Zauberer, anzutreten in einem Wettstreit um den Titel des "Archmage" (Erzmagier).
Zu schade das meine Bewertung auf boardgamegeek.com - eine 8.5 - nicht durch die anderen Leser dort nicht geteilt wird. So hat das Spiel eine Durschnittsbewertung von 5.5 , was meines Erachtens dafür deutlich zu wenig ist. Wir aber haben heute im Hauptquartier ein weiteres Mal mit Mage Master angefangen und das Spiel nach 2 Stunden Spielzeit abgebrochen, werden aber wochentags abends wohl immer ein Stueckchen weiterspielen. Welche Karten werden wir wohl als nächtes aufdecken ? Wer wird dieses Mal als Gewinner des Spieles hervorgehen ? Wir werden sehen.